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Langlütjen II
Neuer Besitzer nun bekannt
Nordseezeitung, Weserkurier, Nordwestzeitung, Sonntagsjournal und NDR1 Radio
lüften das Geheimnis - hier Auszüge aus den im Web online abrufbaren Artikeln:
Weserkurier-Bremen 21.01.2006: "Weserinsel wechselt Besitzer"
http://www.weser-kurier.de/btag/btag_1348.php?artid=2006012101010&;
.... Den Zuschlag bekam der Bremer Kaufmann Jens-Torsten Bausch. Er will die
130 Jahre alte Festung zurück in ihren Originalzustand bringen. Sie soll für
die Öffentlichkeit zugänglich sein und möglicherweise als touristische
Attraktion dienen....
.... die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben...wollte mindestens 100 000
Euro ....und....Es ist sogar mehr geworden.....haben sich mehr als 100
Interessenten gemeldet.......aber nur wenige geblieben. Darunter ein junger
Landwirt aus dem Landkreis Cuxhaven, der aus dem ehemaligen Marinefort eine
Gedenkstätte machen wollte......(siehe oben)..... weiterer ernsthafter
Interessent war der BUND. Die Naturschützer hatten inmitten des Nationalparks
Wattenmeer an eine Infostation gedacht.
Jens-Torsten Bausch... umtriebiger Unternehmer ist kein Unbekannter in
Bremen. Er besitzt über seine Firma Mercatura diverse Immobilien, darunter
..... in Bremen-Neustadt..... das Sozialzentrum Süd .... Vor zehn Jahren hat
Bausch ....das ehemalige US-Hospital in Bremerhaven gekauft und ......mit Erfolg
an verschiedene Nutzer vermietet.....und betreibt einen internationalen Handel
mit Kosmetikartikeln.
Warum kauft jemand eine 17 400 Quadratmeter große Insel, die im
Naturschutzgebiet liegt und dazu auch noch unter Denkmalschutz steht?
"Bestimmt nicht aus kriegerischen Gründen"....es sei ein Hobby von
ihm, Immobilien zu erwerben, zumal in so exponierter Lage..... Verbundenheit mit
der hanseatischen Heimat.....dazu beitragen, die von Unterspülungen gefährdete
Insel zu erhalten.
..... "Wir fangen im Frühjahr beim Deckwerk an, da sollte es mit den
Behörden keine großen Probleme geben".... bei der Festung selbst, da
werden die Denkmalschützer ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen, das ist
dem Unternehmer klar. Im Bundesarchiv will er sich die Originalpläne von
Langlütjen II besorgen. "Ich werde die Geschichte wissenschaftlich
aufarbeiten lassen". wie die Insel am Ende genau genutzt wird ???
Besichtigungsort, Mahnmal, Tourismus ?? Fest steht nur, dass sie der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.
Langlütjen I, die Schwesterinsel, ist ebenfalls verkauft - an wen, wollten
die Behörden gestern nicht verraten.
Sonntagsjournal am 22.1.2006:
Mit Einfallsreichtum wuchern - Jens-Torsten Bausch hat Langlütjen II gekauft
– In Bremerhaven kein Unbekannter
http://epaper.users.spacepalace.de/sjnz/060122_SJNZ_001.pdf
.... die ersten Reaktionen auf den Langlütjen-II-Kauf scheinen durchaus
gemischt, aber der Bremer Kaufmann zeigt sich entschlossen, auch dieses Mal mit
seinem Einfallsreichtum zu wuchern.
.....Zwar machte er noch keine eindeutigen Angaben zur späteren Nutzung der gut
17000 Quadratmeter großen Insel mitten im Naturschutzgebiet, die zudem noch
unter Denkmalschutz steht. In jedem Fall möchte er sie für Besucher
zugänglich machen und nennt selbst die Stichworte „Besichtigungsort“, „Mahnmal“
und „Tourismus“. Genaueres müsse man im Dialog mit den Behörden erst
herausfinden, war von seiner Seite zu hören.....
L2 wurde also verkauft an den Bremer Unternehmer Bausch. Eigentlich hat er eine Firma
für Naturkosmetik http://www.mercatura.de/ ,
aber er war auch schon in Immobilien in Bremerhaven aktiv und erfolgreich. Mal sehen was für uns Paddler übrig bleibt. Herr Gerecke hatte
durchaus für uns brauchbare Pläne, was Herr Bausch macht ist ungewiss - ob
sich beide näherkommen?
Noch letzte Woche titelten wir in den KVU-News:
Unklare Entwicklung der Verkaufsfrage
Vor einigen Wochen wurde in der Presse
berichtet, daß die Wattinseln Langlütjen I + II, die in der Wesermündung
gegenüber von Bremerhaven liegen, ersteigert werden könnten.
Mittlerweile hat die Versteigerung zwar stattgefunden, das Ergebnis ist aber
eher unklar. Einer der Bewerber für Langlütjen II ist Christoph Gerecke, ein
24-jähriger Landwirt, der einige Jahre Wildwasser gepaddelt hat.
Er möchte die Sturmflut-Schäden an der Steindossierung (Uferbefestigung)
beseitigen und die Kasematten so herrichten, daß sie besichtigt werden können.
Außerdem möchte er ein Mahnmal errichten zum Gedenken an die
NS-Opfer aus der Zeit, als das Fort als KZ benutzt wurde. Leider hat er nicht
den Zuschlag erhalten.
Allerdings ist immer noch unklar, wer und zu welchen Bedingungen nun neuer
Eigentümer geworden ist. Vielleicht ist die Entscheidung auch noch nicht
endgültig. Auf
Initiative von Christoph Gerecke wurde ein „Förderverein Inselfort
Langlütjen II“ gegründet, der unabhängig vom Erwerber der Insel den Erhalt
aus geschichtlichem,
heimatkundlichem und naturkundlichem Interesse unterstützen will. Dieser Verein
veranstaltet am 20.1.06 um 19:30 Uhr in Abbehausen bei Nordenham eine
Informationsveranstaltung, zu der alle Interessierte eingeladen sind. Christoph
Gerecke
und der Vereinsvorsitzende Wilfried Boekhoff werden die Referenten sein.
Weitere Informationen sind unter http://www.langluetjen.de/
zu finden.
Manfred Hilbers

Herkunft des Bildes: Link auf Wikipedia http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/10/Insel_Langl%C3%BCtjen_2.jpg
Mehr zum Thema Langlütjen auf Wikipedia
und http://niedersachsen.lextoday.de/Langlütjen
Zum Thema schrieb die Nordseezeitung:
" Festung
Langlütjen: Zuschlag erteilt - Bundesanstalt hat einen Käufer für Inseln im
Weserwatt gefunden - Nordenham (gl). Die Festungsinseln Langlütjen I
und II sollen offenbar an einen Interessenten aus Süddeutschland verkauft
werden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bestätigte, einem Bieter den
Zuschlag erteilt zu haben. Um wen es sich dabei handelt, mochte Sachbearbeiter
Thomas von Seggern nicht verraten, bevor der Kaufvertrag unter Dach und Fach
ist. Auch über die Summe, die der Kaufinteressent für die beiden Inseln
geboten hat, schweigt sich die Bundesanstalt aus. Der Sachbearbeiter macht
deutlich, dass seine Behörde vor allem das Ziel verfolgt habe, beim Verkauf von
Langlütjen I und II möglichst viel zu erlösen. Deshalb habe man den
Höchstbietenden ausgewählt. Attraktiv sei es für die Bundesanstalt zudem
gewesen, dass der Bieter gleich beide Inseln auf einmal kaufen will.
Warten auf Bestätigung: Der Interessent sei schriftlich darüber informiert
worden, dass ihm der Zuschlag erteilt wurde. Jetzt warte die Bundesanstalt
darauf, dass er sich meldet und sein Gebot verbindlich bestätigt. "Wir
gehen davon aus, dass das Ende dieser, Anfang nächster Woche geschehen
wird", sagt von Seggern. Der Interessent habe bislang kein Nutzungskonzept
vorgelegt, sondern nur vage Ideen geäußert, die in Richtung sanfter Tourismus
gingen. Sollte der Interessent doch noch abspringen, werde sich die
Bundesanstalt an den Zweitplatzierten auf der Liste wenden. Von Seggern geht
aber nicht davon aus, dass das erforderlich sein wird. Mitgeboten hatte auch der
24-jährige Landwirt Christoph Gerecke aus Spieka-Neufeld. Er möchte die
Festungsanlagen von Langlütjen II vor dem Verfall bewahren und sie Touristen
als Museum und Mahnmal zugänglich machen. Um seine Ziele zu verwirklichen, hat
er die Gründung eines Vereins initiiert ( www.langluetjen.de
). Gerecke hofft, den künftigen Eigentümer von Langlütjen II für seine
Pläne begeistern zu können. "Mir geht es vor allem darum, die
historischen Gebäude auf Langlütjen II zu retten", versichert Gerecke.
"Wenn andere dabei das finanzielle Risiko tragen, kann mir das nur Recht
sein." Die Inselfestungen Langlütjen I und II waren 1869 bis 1876 gebaut
worden, um die Wesermündung gegen Invasoren zu verteidigen. Seit Ende des 2.
Weltkrieges werden sie militärisch nicht mehr genutzt und verfallen."
So begann es mit dem Verkaufsgerücht:
Forts Langlutjen I + II in der Weser zu verkaufen
haste mal ne Maaaark? Nöö! Haste mal 100.000,-Euro?
Ne Nachricht für alle Buten-Bremerhavener - die Bremerhavener wissen es
schon längst...
Die beiden Forts Langlütjen I + II in der Außenweser sind zu verkaufen. Die
Wasser- & Schiffahrtsverwaltung möchte die beiden Liegenschaften loswerden
und sucht Investoren
Exklusive Lage!!
33.335 Quadratmeter Land
Ideal für Paddler - ne eigene Insel.
Nun. Ein paar Haken hat die Sache:
* Das Nordwerk ist defekt... d.h. die Befestigung auf der Nordseite ist durch
Sturmschäden arg gebeutelt und unterspült.
* Die Naturschützer haben es in den Nationalpark Wattenmeer eingemeindet -
Bauverbot!?
* Die Geschichte wirft auch ein schlechtes Licht drauf wegen böser
Vergangenheit als Internierungslager für Bremer Antifaschisten zu Beginn des 3.
Reiches - d.h. mit dieser schweren Hypothek ist das Gelände ebenfalls belastet.
* Als Ruine bildet es ne starke Gefährdung, so daß ein zukünftiger Besitzer
schwer dran tun wird, es zu sichern oder ne ausreichende Haftpflicht zu
finden....
* Einige Unverbesserliche tummeln sich ebenfalls gerne in den Gängen und
hinterlassen Schmutz und übele Wandschierereien
Und und und....
Mithin für 100 000 Euro ne Menge Probleme, aber ein exklusives Grundstück als
Paddlerrastplatz? Kurioser Gedanke.
Wer's trotzdem wissen will: Unter dem unten angefügten Link kann man sich das
"preiswerte" Investoren-Objekt mal ansehen:
Ansonsten - Die Presseschau:
die Welt
MOZ
und nu wirst'e blass: Es drängeln sich plötzlich die Interessenten:

| Weserinsel soll Mahnmal werden |
| Dienstag, 20. September 2005, 11.27
Uhr |
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|
Für den geplanten Verkauf der beiden Weserinseln Langlütjen I und
II gibt es zur Zeit mehr als 30 Interessenten. Darunter ist auch ein
Landwirt aus dem Kreis Cuxhaven. Der will aus der Festungsinsel Langlütjen
II eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus machen. Von
1933 bis 1934 hatten die Nazis auf Langlütjen II ein
Konzentrationslager für politische Gefangene eingerichtet. Deshalb will
der Landwirt die Insel für 100.000 Euro kaufen und die Backsteinbauten
aus der Kaiserzeit restaurieren. Er hofft, dass Jugendliche im Rahmen
eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres ihm dabei helfen.
Auch die Tier- und Pflanzenwelt soll gepflegt und geschützt werden, so
dass die Insel als historisches Ausflugsziel für Touristen dienen könnte.
Das schriftlich eingereichte Nutzungskonzept ist nach Ansicht der
Bundesanstalt für Immobilienanlagen sehr überzeugend. Ob der 24-Jährige
den Zuschlag für die Insel Langlütjen II bekommt, ist noch offen.
Unter anderem will der Naturschutzbund BUND beide Weserinseln kaufen und
sie zu Naturschutzreservaten machen. Die Abgabefrist für Kaufangebote
endet am Freitag.
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| http://www.radiobremen.de/nachrichten/meldung.php3?id=20684 |
Theater auf Langlütjen
LL II ist nach Verkauf Kulisse
Paddlern vom KVU ist die Watten-Insel nicht unbedingt unbekannt und man hat sich mit der Vergangenheit - die älteren
Paddler zumindest - durchaus auseinandergesetzt, denn für den Kajakfahrer war die Insel ja erreichbar. Nun, nachdem die Insel den Besitzer gewechselt hat, rückt sie auch wieder dichter ins Blickfeld der übrigen Küstenbewohner. Die Folge: Sie wird nun
z.B. auch von Theaterleuten als Kulisse genutzt - siehe Artikel aus der Nordsee-Zeitung vom 22.5.2006:

Manfred Hilbers - 13.01.2006 19:18
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