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28 Jahre Vereinsfahrt nach Dänemark
Chronik der KVU-Dänemarkfahrten
Autor: Manfred Hilbers / Wolfgang Bisle
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Himmelfahrt - Traditionell in
Dänemark
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Seit 1979
führen wir im KVU jährlich zu Himmelfahrt eine 4-Tages-Gemeinschaftstour in
Dänemark durch. Ziel waren bisher die östliche Küste Jütlands, der
Limfjord, der Kleine Belt, die Dänische "Südsee" sowie die Küsten der
Insel Fünen. Hier folgt eine Liste unserer 29
"Himmelfahrts"-Fahrten: |
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Unsere Fahrten
von 1979 - 2007
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| Jahr |
Gewässer |
Start |
Ziel |
Bemerkung |
| 1979 |
Limfjord |
Thisted |
Struer |
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| 1980 |
Limfjord |
Sallingsund |
Kvols |
Glyngöre - Hjarbaek |
| 1981 |
Kleiner Belt |
Vejle |
Kolding |
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| 1982 |
Alsen Fjord, |
Ketting |
Mommark |
Kolnig - Mommark |
| 1983 |
Kleiner Belt |
Haderslev |
Aabenraa |
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| 1984 |
Kattegat |
Hobro |
Randers |
Hobro -Mellerup |
| 1985 |
Samsö Belt |
Horsens |
Vejle |
Glud - Vejle |
| 1986 |
Kleiner Belt |
Haderslev |
Kolding |
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| 1987 |
Großer Belt |
Kerteminde |
Mesinge |
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| 1988 |
Limfjord |
Amtoft |
Tambohuse |
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| 1989 |
Kleiner Belt |
Skovballe |
Tryggelev |
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| 1990 |
Kleiner Belt |
Kolding |
Aeroesund |
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| 1991 |
Samsö Belt |
Horsens |
Aarhus |
Glud - Aarhus |
| 1992 |
Kattegatt |
Randers |
Voldby |
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| 1993 |
Kleiner Belt |
Assens |
Dyreborg |
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| 1994 |
Kleiner Belt |
Strib |
Assens |
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| 1995 |
Kleiner Belt |
Skovballe |
Dyreborg |
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| 1996 |
Limfjord |
Skive |
Hvalpsund |
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| 1997 |
Kleiner Belt |
Skovby |
Aabenraa |
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| 1998 |
Kleiner Belt |
Ristinge - Aerö |
Strynö - Ristinge |
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| 1999 |
Limfjord |
Lögstör |
Hvalpsund |
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| 2000 |
Flensb. Förde |
Flensborg |
Ballebro |
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| 2001 |
Großer Belt |
Odense |
Kerteminde |
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| 2002 |
Kattegat |
Hjembaek |
Borup |
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| 2003 |
Kattegat |
Odense |
Strib |
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| 2004 |
Guldborg Sund |
Guldborg |
Nysted |
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| 2005 |
Syd Fyns Havn |
Skovballe |
Strynö |
Rundtour |
| 2006 |
Limfjord |
Sennels |
Skraeppedal |
Sennels - Sallingsund |
| 2007 |
Limfjord |
Struer |
Skraeppedal |
Struer - Sallingsund |
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Unsere neuen
und besonders die jungen Mitglieder wurden bei diesen Unternehmungen für solch
erlebnisreiche Langstrecken-Fahrten begeistert. Wir alle genossen dabei die Freuden
des Wasserwanderns, besonders das „freie" Zelten, wie es bei uns mittlerweile
fast unmöglich geworden ist. Umso mehr ist es uns wichtig, dabei die traumhaften
Übernachtungsplätze so zu hinterlassen, als wären wir nie da gewesen - jedem, der
an den Touren teilnimmt, soll dies ein selbstverständliches Anliegen sein. Die
freundliche Toleranz der Dänen hat - wann immer wir um Erlaubnis nachfragten, an
einem Küstenstreifen übernachten zu dürfen - zu Entgegenkommen geführt. Und
besonders bei Seglerhäfen und Kanu- wie Rudervereinen waren wir allzeit willkommen.
Randers, Odensee, Apenrade, Sonderborg....immer wurden wir gut und herzlich umsorgt. |
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Limfjordregion
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1979 - Limfjord: Thisted - Struer
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1979 begannen wir mit einer Tour zum Limfjord. Eine bunte Truppe zumeist noch recht
junger Mitglieder fand sich da zusammen. Wir hatten einen VW-Bus gemietet. Gelb. Wir
hatten unseren Bootsanhänger beladen. Wir waren den üblichen Weg über Harsefeld,
den Elbtunnel, die A7 gewählt, die Tankstelle bei Handewit angelaufen und
vollgetankt. Wir hatten die Nacht über ganz Jütland auf- bzw. abgerollt. Noch war
die Autobahn nicht bis an die Nordspitze fertiggestellt.
Irgendwann sehr früh am morgen waren wir in Thisted angekommen und hatten den
winzigen Rest der Nacht noch eine kleine Mütze Schlaf genommen. Dänemark
verrammelt glücklicherweise seine Küsten nicht mit Zäunen, um Strandgebühren von
jedermann einzutreiben - als Paddler hat man an jedem Ort leicht Zugang zum Meer,
zum Sund... um seine Kajaks zu Wasser zu bringen.
Hier im Westen des Limfjordes - zwischen der Insel Mors und dem trennenden Land
zur Nordsee - liegt ein vergleichsweise geschützter Arm des
Limfjordes.
Buchten mit einsamen Strandwiesen laden zum Anlanden und Lagern ein. Kleine
Fährstellen, an denen eine Pölserbude oder ein kurzer Weg zu einem kleinen
Dorfladen führt, verleiten zu einer Eispause...
Abends gruppieren wir unsere Zelte am Strand, und bald bollern die Benzinkocher
vor den Zelten und jeder rührt an seinen Menüs. Der eine aus der Dose, der andere
mit frischem Gemüse und wohlgewürzt. Pottkieken ist angesagt. Danach trifft man
sich mit einer Bier oder Weinflasche bewaffnet, Salzstangen oder
Ültje-Erdnusskernen in einem Zelt, dessen Besitzer dann das Schicksal trifft,
letzter zu sein beim Entern des Schlafsacks. Färbt sich der Himmel rot, wird die
Sonne zur feurigen Scheibe am westlichen Horizont, stehen die Nikonbesitzer wieder
vor den Zelten und die Verschlüsse klicken im Stakkato.
War es diese Tour, als Jochen Katz sich mit jedem balgte und dann nur lachend
sagte: mir kann niemand böse sein?
War es diese Tour, als Detlef Paul erst ein kleines besegeltes Holzfloß baute, es
im Wasser auf die Reise schickte und dann mit einem Feldstein versenkte...
War es hier, das sich die Tradition einbürgerte, am letzten Abend eine
Pfannkuchenorgie zu zelebrieren?
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1980 - Limfjord: Sallingsund - Kvols (Glyngöre -
Hjarbaek)
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Die 2. Tour führte wieder zum Limfjord. Wieder ging es die Nacht durch nach Norden.
Wir starteten an der Brücke zur Insel Moers. Es war die Tour als Manfred entdeckte,
wie man ein Kleinkind im Kajak so bettet, dass es nicht schreit: natürlich nicht,
wie ein Paddler im Boot sitzt - mit Gesicht nach vorn, sondern umgedreht: mit
Gesicht zum Vater. Seitdem hat Miriam nie wieder im Boot geplärrt. Das war die eine
bemerkenswerte Begebenheit dieser Fahrt. Nächste Begebenheit war ein Zeltplatz auf
einer Wiese gegenüber der Insel Fur. Nicht, dass wir direkt neben der Fähre
zelteten. Kühe allerdings, die abends wohl am anderen Ende der Weide für uns
verborgen standen, sahen morgen neugierig - mit Löwenzahnblüte im Maul - in unsere
Zelteingänge. Wichtiger jedoch - auf der anderen Seite der Enge zur Insel war der
Ort Nederby mit einem Laden, in dem es nicht nur Piratos (eine dänische Lakritz)
gab sondern auch den anschließend immer sehr beliebten dänischen Joghurt in der 1
Liter-Packung. Dann war es ein Steilufer südlich von Hvalpsund. Herrlich zum
Rutschen. Auf dem Hosenboden. Letztlich aber hat sich bei uns der letzte Abend
"eingebrannt" nachdem wir die Schleuse bei Virksund passiert hatten und
dahinter eine nette Wiese zum Zelten auserkoren. Wir hatten die Zelte aufgebaut und
es wehte noch ein laues Lüftchen. Alles begab sich an das zubereiten des
Abendbrotes, als der Wind einschlief - er schläft ja abends immer ein - und....
....plötzlich regelrechte Insektenwolken aus dem Grass aufstiegen....und uns in
Kopfhöhe umschwirrten. Einige, besonders der weiblichen Mitfahrerinnen, waren
regelrecht entnervt ob dieser immerhin nicht piesackenden Plage. |

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Kleiner Belt,
Fünen,
Dänische Südsee
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1981 - Kleiner Belt: Vejle - Kolding
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Manfred Hilbers beschrieb diese Fahrt 1981einmal als die Fahrt, die ihm bisher am
besten gefallen, und dessen Beschreibung nun hier folgt:
Da ich schon am Mittwoch Urlaub hatte, fuhren Annemarie, Miriam und ich schon
voraus, zum Quartiermachen. Wir mussten am Vejlefjord eine Zeltgelegenheit für ca.
8 Zelte finden. Da es wie aus Kübeln goss, standen alle Wiesen direkt am Ufer
knöcheltief unter Wasser. So guckten wir einen Parkplatz direkt an der Bahnlinie
aus, schräg aber verhältnismäßig trocken. In der folgenden Nacht trudelten dann
die anderen Wagen ein, geleitet durch Sprechfunk. In dieser Nacht hatten einige das
Gefühl, zwischen statt neben den Geleisen zu schlafen, so laut donnerten die Züge
an uns vorbei.
Am nächsten Morgen trauten wir kaum unseren Ohren, der Regen hatte aufgehört zu
fallen. Die nassen Sachen wurden in der Sonne ausgebreitet, ausgiebig und mit viel
Hallo gefrühstückt (wir sehen uns z.T. nur einmal im Jahr bei dieser Fahrt, da
einige unserer Mitglieder nicht in Bremerhaven wohnen), dann Boote gepackt und die
Wagen versetzt. Bei Windstärke 3-4 dwars (von Süden) zogen schließlich ein
Dutzend Falt- und Polyboote, Einer und Zweier, zum Fjordende nach Osten. Andreas und
ich segelten. Steilufer und tiefe Buchten kennzeichneten die Landschaft. Die meiste
Zeit blieb uns die Sonne treu.
In der Mittagspause fand wieder ein Ringkampf zwischen unseren Raufbolden Jochen und
Lutz statt, bei dem auch Eckhard eingreifen musste. Am Nachmittag gab es dann noch
einen Halt zum Eiskaufen. Kurze Zeit später fanden wir dann einen prima Lagerplatz
auf Trelde Naes, der südlichen Fjordmündung. Auf dem Steilufer zum Kleinen Belt
hin standen riesige Bäume, auf unserer Seite dichtes Gebüsch. Dass es teilweise
dornig war, musste Lutz beim Fußballspielen am Abend feststellen Dafür konnte ich
tagelang hinterher kaum laufen, ich hatte mit Holschen an den Füßen mitgespielt
und mir den Fuß vertreten.
Der nächste Tag begann wieder mit herrlichem Sonnenschein, der sich auch hielt.
Außerdem hatte Norbert sich und uns Brötchen und Milch vom nahen Campingplatz
besorgt. Weit ab vom Ufer paddelten wir Richtung Fredericia, unterwegs stellten wir
Rekorde im Butterkeksessen auf, wer bekommt am meisten auf einmal in den Mund? Kurz
vor einer Maulsperre und mit Staublunge trug ich den Sieg mit 7 Stück davon. In der
Mittagspause verspeiste sogar Andreas mit Heißhunger die farbenfrohen dänischen
"Varmen Pölser", entgegen seinen Überzeugungen von gesunder Ernährung.
Der Sund zwischen Jütland und Fünen machte uns mit seiner starken Gegenströmung
arg zu schaffen. Wir nutzten aber die riesigen Kehrwasser aus und kamen trotz allem
noch gut voran. Da die Gegend sehr stark besiedelt ist, fanden wir keinen geeigneten
Übernachtungsplatz. Mal waren die Häuser zu nah und dicht, mal das Ufer mit seinen
Brücken zu steil, mal der Campingplatz zu nah, mal eine Seeschwalbenkolonie schon
vorher da. Die Arme wurden immer länger, schließlich hatten wir eineinhalb
Tagesetappen zurückgelegt. Mitten im Kleinen Belt fanden wir eine kleine Insel, die
unseren Vorstellungen ideal entsprach. Die Sonne stand schon dicht über dem
Horizont, als die Zelte schließlich aufgebaut waren. Einen Rundgang unternahmen wir
aber doch noch. Die Insel bestand aus dem Unterland, auf dem wir zelteten, und einem
Oberland, das dicht mit Kiefern bestanden war. Insgesamt betrug ihr Durchmesser
nicht mehr als 200 m.
Den dritten Fahrtentag ließen wir ruhig angehen. Bei Windstille und Sonnenschein
beobachteten wir eine Segelregatta beim Flautenschieben. Der ganze Belt schien
voller Segel zu sein. Der Tag verging, bis die letzten Boote an unserer Insel
vorbeigefahren waren. Wir beschlossen, hier zu bleiben. Carsten und Martin machten
eine Rundtour, Jürgen und Bernd angelten Dorsch. Der Rest erkundete die Insel,
spielte Karten oder faulenzte einfach. Ein kurzer, heftiger Gewitterschauer am Abend
konnte uns die Laune nicht verderben. Der Tag klang aus mit einem Lagerfeuer und
vielen Döntjes.
Am letzten Morgen unserer Reise lag dichter Nebel über dem Wasser. Wir waren schon
am Packen, als er sich endlich auflöste. Die letzten Kilometer bis Kolding konnten
Andreas und ich wieder segeln, Alfred hätte seine Freude daran gehabt. Später
wurde es dann noch richtig heiß. Die sattgrünen Hügel am Fjordufer begleiteten
uns bis zum Ort. In Kolding wurde erst einmal der Eisstand gestürmt. Dann wurde
noch der letzte Wagen nachgeholt und die Bagage wieder eingeladen. Noch vor
Mitternacht waren alle wieder zuhause.
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1982 -
Kleiner Belt Kolnig - Mommark
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Es sollte rund um Alsen gehen. Es war kein wirklicher Treffpunkt in dem Blindende
des Alsfjord nördlich von Sonderbord ausgemacht worden. Es sollte über
Funkgeräte, die eines unsere Mitglieder von seiner Firma mitgebracht hatte, das
Zusammentreffen mit der Nachhut organisiert werden - da wo die Vorausgruppe einen
guten Zeltplatz mit Wasserungsmöglichkeit gefunden hatten. Das Funkgerät für die
Nachhut sollte im Verein in einem Spint hinterlegt sein. Der Vorausgruppe hatte an
einer kleinen Straße von Strolbro nach Kolnig den wirklich schönen Zeltplatz
gefunden, alles aufgebaut und ihr Funkgerät für die vereinbarte volle Stunde für
jeweils 5 Minuten auf Empfang geschaltet. Allein die Nachhut hatte im Bootshaus das
Funkgerät nicht an der verabredeten Stelle gefunden und war nach längerer Sucherei
nun ohne losgefahren. Man konnte also nicht funken. Die Vorausgruppe wusste aber
davon nicht. Sie hatten das Funkgerät in Stand-By, aber keiner rief. Die Nachhut
fummelte sich schließlich auf Alsens Westküste bis in die Enden vieler kleiner
Straßen und endete häufig mitten in der Nacht mitten auf einem Bauernhof mitten
auf einer hochherrschaftlichen Hofvorfahrt. Und musste wieder drehen. Irgendwo fand
sich dann ein Weg hinter einem kleinen Deich. Schon etwas hoffnungslos, die
Vorausgruppe in der Nacht noch aufzuspüren, sprang plötzlich aus einem Gebüsch am
Straßenrand eine Gestalt - die sich im fahlen Scheinwerferlicht als Mitglied der
Vorausgruppe erwies. "Warum habt ihr denn nicht gefunkt?" "Wir haben
das Gerät nicht gefunden, wo habt ihr das versteckt?"
Die Fahrt als solche war eine typische
Dänemark-Himmlefahrtsfahrt der frühen Tage, große Gruppen, Miriam wird von Zelt
zu Zelt "geschickt", um dort die Töpfe zu prüfen, damit Manni ungestört
kochen kann und sowieso sind andere Zelte immer viel interessanter... und die Jungs
kann man so gut ein wenig necken....
und irgendwie wird so gemütlich gepaddelt, dass wir nicht
bis zu unserem Ausgangspunkt zurückkommen und zum Schluss von Mommark ein Taxi
nehmen müssen
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1983 -
Kleiner Belt Haderslev bis Aabenraa
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Immer wieder entscheidet der Wind die Fahrtrichtung. Manchmal wird in letzter Minute
umdisponiert. Der geplante Start wird unversehens zum Ziel. Meistens sind besonders
die Ocean-Fahrer dabei treibend - denn sie zählen auf den Wind: segeln. Ohne
Anstrengung vorwärtskommen. Das Zentrum eines Päckchens hat immer den Vorteil, das
die sich Wege aller Kekse, Gummibärchen, Chips, Schokoladenstücke dort kreuzen und
.... man ist da natürlich im Vorteil - bezüglich des Windes und ...
Die Fahrt durch den Haderslev Fjord endet am Nordwestende
der Insel Aerö als erstem Zeltplatz. Den zweite Zeltplatz finden wir auf einer
Lagune südlich von Halk - der 3.Platz unweit von Buchteingang nach Abenra.
Der Kanuverein von Abenra erwartet uns mit Kuchen.
Dänische Gastfreundschaft. Ein besonderer Höhepunkt zum Abschied.
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Kattegatt
Hobro bis Vejle
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1984 -
Kattegatt Hobro bis Randers
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Das war die Fahrt der Jugendlichen. Harald war vor allem von den jungen Mitgliedern
zum Wanderwart gewählt worden. Damit war diesmal die Fahrt in Ihrer Hand. Sollte
man meinen.
Der Hobrofjord ist ein sehr langer abwechslungsreicher
Fjord. Wir trafen uns wie üblich mit Funk und mitten in der Nacht im Hafen von
Hobro. Da hatten unsere "Kundschafter" - das Vorauskommando - schon einen
Platz für uns alle ausgekundschaftet. Allein Harald und Margit hatten erst mal eine
Irrfahrt hinter sich als sie am morgen dann doch endlich eintrafen.
Es war eine Fahrt interessanter Episoden:
Episode 1: der erste Tag neigte sich dem späten Nachmittag
zu als unsere Jungen eine schöne Wiese erspähten. das war IHR Zeltplatz. Bedenken
der älteren ob des Charakters der Wiese wurden beiseite gewischt. Also entstand
mitten auf der Wiese die Zeltstadt. Nur die alten Hasen zelteten auf einem
Schotterweg am Rande der Wiese. Was auf völliges Unverständnis der Jungen stieß -
wie kann man es sich so unbequem machen. Ein munterer Abend folgte, Die jungen
genossen vergnügt ihr Zeltleben, die alten hockten wie üblich bei Manni und
Annemarie im Zelt. Bei Wein, Ültje-Erdnuskernen, Salzstangen ... Irgendwann war es
wirklich Nacht und alle gingen in ihre Schlafsäcke.
Es begann zu regnen. Kräftig. Tumulte bei den Jungen - die
Wiese lief voll. Alles mögliche schwamm auf, z.B. eine Margarinedose oder einige
Turnschuhe dümpelten aus den Zelteingängen... Also - nun ergab sich deutlich,
warum die alten auf dem hässlichen Schotterstreifen des Weges ihre Zelte
hingestellt hatten - dort war der Regen ohne Spuren versickert...
Episode 2: So im letzten Drittel des Fjordes weitet sich
der Fjord auf, und der gemeine Paddler ist geneigt, den kürzesten - direkten Weg zu
suchen; womit man schnell aufläuft, denn es wird verflixt flach - aussteigen und
ziehen ist angesagt. Als sich die Verhältnisse im Fjord wieder gebessert haben, ist
es Zeit, wieder einen Zeltplatz zu suchen. Jetzt halten sich unsere Jungen sehr
zurück und lassen erst mal die alten vor. Die suchen sich eine schöne
"Vordeich"-Wiese aus und bauen die Zelte auf. Dann wählen auch die Jungen
ihre Plätze - sicherheitshalber noch weiter oben als die alten, zum Teil hinter dem
kleinen Deich - aus purer Vorsicht. Nicht noch mal ne nasse Nacht, die nassen
Schlafsäcke reichen schon.
Episode 3: Am Eingang des Randersfjordes gab es kräftig
Gegenstrom, also wollte die Truppe nicht mehr allzu weit reinfahren. Wieder gab es
eine schöne Wiese. Diesmal blieb das Wetter gut. Und es wurde in Haralds Zelt - mit
Vorzelt-Tarp verlängert eine lange Pfannkuchennacht veranstaltet. Wiedereinmal die
legendäre Dänemark-Pfannkuchennacht.
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1985 -
Samsö Belt Horsens bis Veijle
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Eigentlich nur eine übliche Dänemarkfahrt. Zelten am Wasser,
am Wald, Zeckenangriff, Lagerfeuer....
Da war so eine schöner Platz an einem Leuchtturm. Wie für
uns ausgebreitet. Da mussten wir bleiben.
Dumm nur: die Wiese gehörte zu einer geschlossenen
Anstalt. Die Leiterin und eine weitere Dame kamen vorbei und machten uns streng
darauf aufmerksam, das wir uns auf Privatgelände befänden. Manfred und Eckhard
nahmen ihren ganzen Charme und ihre rudimentäres Dänisch und beschwatzten die
beiden bis wir bleiben konnten.
Später holpert ein alter grüner VW-Käfer über die Wiese
auf uns zu und ein grüngekleideter Mann (Förster?) will uns wiederum drauf
aufmerksam machen, dass wir hier unberechtigt zelten - jetzt haben wir gute
Argumente. Als wir erzählen das wir die Erlaubnis der beiden Damen haben ist alles
O.K.
Dann tobt wieder das Zelterleben und Andreas unser kurioser
Heilpraktiker lässt seinen Drachen steigen, der sich natürlich umgehend in dem
Geländer des Leuchtturmes unerreichbar verheddert. Oh je. da hilft kein Zerren und
Ziehen, das Ding tüdelt sich immer nur fester. Watt nu?
Da zeihen sie zur Anstalt, beichten ihr Problem und kommen
mit 'ner Leiter zurück - Drachen gerettet.
Nun ja - was gehörte damals auch zur Dänemarkfahrt?
Natürlich: Pfannkuchenorgie und Margit barbiert Haralds Bart.
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1986 - Kleiner
Belt Haderslev bis Kolding
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Es hatte sich quasi eingebrannt: Die schönste Insel im Kleinen Belt ist Fanö
Kalv.
Für uns seit 1981. Traumhaft, weil unbewohnt und Zelten erlaubt. Mitten drin im
Kleinen Belt vor Kolding. Mit Steilküste und flachem Strand. Mit kleinem Wäldchen,
schöner Aussicht vom Sandkliff im Westen, schönem Stand im Südosten.
"Hügelig" wie der Däne sagt - eben gemütlich. Eigentlich ist die Insel
der Höhepunkt der Fahrt und zwangsweise muss ein Ruhetag dort gemacht werden. Es
war nicht das letzte mal.
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1987 - Großer
Belt Kerteminde bis Mesinge
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Bemerkenswert bei diese Fahrt war der Zeltplatz in der Lagune westlich vor Nordskov
an der Spitze der Halbinsel Hindsholm. Es war ein wunderbarer Platz auf einer
Nährung. Dei übliche Regatta rund um Fünen dümpelte in einer Flaute, als wir uns
den Platz erkoren. Wieder mal auch für den Tourruhetag.
Nur das wieder mal zwei Frauen zu uns kamen und uns
darüber aufklärten, das wir auf Privatgrund zelten. Na gut, wir konnten noch die
2. Nacht dort bleiben aber....
Dumm, die schönsten Ecken sind immer privat,,, Dabei sah
das doch so einsam aus und das das Haus da hinten dazu gehört, wer konnte das
ahnen?
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1988 -
Limfjord Amtoft bis Tambohuse - Jubiläumstour nach 10 Jahren
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Nach 10 Jahren muss mal wieder der Limfjord dran sein!
Kleine Variante der 1. Tour. Und wieder genau so schön - Auch das Wetter.
Überwiegend Sonnenschein und Wind aus der richtigen Richtung.
Diesmal starten wir in Amtoft am Strand, und queren dann
rüber an das Nordufer von Mors. Der Wind bläst kräftig, natürlich zur besonderen
Freude der Ozean-Fahrer, die wenn sie nur können, ihre "Lappen"
hochziehen. Der "armselige" Rest der Einerfahrer versuch wie immer,
irgendwie einen der Segelgetriebenen zu packen und im Päckchen am bequemen
Fortkommen teilzuhaben, zumal dort dann auch immer allerlei Schleckereien die Runde
machen.
Schöne Zeltplätze - alle auf Mors - bescheren uns lange
gemeinsame Abende, der eine oder andere Kuchen wird am Nachmittag herausgeholt, wie
üblich verschwindet Annemarie und "Beachcombert" bis Manfred schon lange
das Abendbrot fertig hat, sie kommt natürlich mit allerhand Fundsachen zurück, als
die Kartoffeln schon kalt zu werden drohen.
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1989 kleiner
Belt - Skovballe Skov bis Tryggelev
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Das erste Mal wirklich Dänische Südsee. Wir
treffen uns in dem Kleinen Hafen mit dem lustigen Namen Skovballe Skov im Süden
Fünens.
Mit gut Wind geht es am ersten Tag an Strynø
vorbei Richtung Langeland. Eigentlich wollten wir auf eine Insel in der Bucht
nördlich von Kædeby zusteuern, um dort unser erstes Camp zu machen, aber zu der
Zeit brüten noch die Schwäne und wir überlassen das Revier den Vögeln. Der 1.
Zeltplatz wird dann am südlichen Ausgang der Bucht gewählt.
Auch am nächsten Tag ist wieder Segelwetter,
zwischen "professionell" mit großem Tuch am ächzenden Mast bis zu
flottem Drogeriemarkt-Familien-Regenschirm für 10 Mark treibt uns alles, die Zweier
fahren gemütlich flott, die einer im Schlepp dagegen anstrengend und nass -
immerhin wellt es ganz schön. Die Fahrt geht flott bis hinter Bagenkop zum
Dovnsklint, wo wir eine geschützte Bucht als Ziel auserkoren haben.
Schön in einem Hain gelegen finden wir
Zuflucht als es schon einigermaßen aufbrist. Später stellt sich heraus, dass wir
in einem Naturschutzgebiet zelten. Am nächsten Tag ist der Wind weiter
angeschwollen, in der Bucht ist ein Starten ohne Gefahr nicht möglich, wir
entscheiden uns zu bleiben. Es ist Wochenende und viele Spaziergänger schlendern
durch unser Lager - keiner regt sich auf, im Gegenteil: mancher spricht uns
freundlich an und erkundigt sich nach unserem Tun. Wäre das in Deutschland
möglich.
Der folgende Abend beschert uns einen
wunderbaren Sonnenuntergang, durch den die Fähre Kiel Bagenkop so hindurchfährt,
das die Sonne durch das Schiff scheint.
Der Sonntag zwingt uns ins Boot - in einer 2.
Bucht nahe unserem Camp - recht eng - können wir ein Boot nach dem anderen starten,
die Wellen duschen allerdings alle - Einer wie auch Zweier, denn beherztes Paddeln
ist notwendig, vom Strand zu kommen. Bis zur Stichstraße nach Tryggelev
ist es dann nicht weit.
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Lolland / Falster
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