Sommerprogramm 2012

KVU INFO Touren

Malolo: Das war 2011……….

Aus Sicht der Outrigger-Paddler

Die Saison und somit auch das Jahr 2011 gehen so langsam dem Ende entgegen, und es wird Zeit für einen kleinen Rückblick.
 
In das Jahr 2011 sind wir so gestartet wie das Jahr 2010 geendet hat – Eispaddeln auf der Geeste. Getreu dem Motto
 
„Es gibt keine Wunder, nur Training!“
 
sind wir trotz des kalten Wetters und Eisgangs auf der Geeste jeden Samstag auf dem Wasser gewesen – nur ein Mal mussten wir dem Eisgang trotzen und sind an Land geblieben. Auch die Trainingsbeteiligung war trotz des widrigen Wetters sehr gut. Wir sind mehrere Male sowohl mit dem OC-6 als auch mit dem OC-2 im Winter auf dem Wasser gewesen. Diese gute Trainingsbeteiligung hat sich auch nach dem Winter   fortgesetzt, so dass wir im Laufe der Saison immer wieder alle vereinseigenen OC (1x 6er, 2x 2er, 1x 1er vom LKV) sowie die beiden privaten OC1 einsetzen konnten.
 
Nach dem langen und für uns Norddeutschen auch harten Winter haben wir uns auf das Frühjahr und die ersten Touren auf der Weser gefreut. Die erste Regatta in Berlin-Scharfenberg stand im April auf dem Plan und hierfür musste natürlich noch ordentlich trainiert werden.  In den Wintermonaten hat jeder von uns neben dem wöchentlichen Paddeltraining  zusätzlich trainiert – entweder im Fitnesscenter,  mit Schwimmen, Badmintonspielen oder Lauftraining.  Nach der Zeitumstellung Ende März konnten wir endlich wieder dreimal die Woche abends paddeln, so dass wir uns gut auf die Regatta vorbereiten konnten.
 
Gemeinsam mit dem Frankfurter Kanu-Verein sind wir in Berlin-Scharfenberg im OC-6 mixed gestartet.
 
Mit einer Zeit von 1:31:58 sind wir acht Minuten vor den Frankfurtern durch das Ziel gekommen und haben somit den ersten Platz erreicht. Unser Training hat sich dadurch – wie bereits in den Jahren zuvor – bezahlt gemacht.
 Sicherlich zeigt es sich hier auch, dass wir bereits seit 2005 in fast gleicher Zusammensetzung gemeinsam paddeln. Das traditionelle Weizenbier im Vereinsheim hat mal wieder sehr gut geschmeckt und wir konnten den ersten (und letzten) Regattaabend des Jahres gemütlich ausklingen lassen.
 
Unsere nächste Paddeltour führte uns gemeinsam mit den Ruderern vom Bremerhavener Ruderverein  zum Fedderwardersiel. Die Tour wurde von den Ruderern organisiert, die gefragt haben, ob wir nicht mitfahren möchten. Die Ruderer waren mit ihren beiden Yoles de Mer und wir mit unserem OC-6 unterwegs. Wir sind bei ablaufendem Wasser und kräftigem Südostwind  gut voran gekommen. Am Wremer Loch mussten wir eine Zwangspause einlegen und auf das auflaufende Wasser warten bevor wir weiter paddeln konnten.
Im Hafen von Fedderwardersiel angekommen sind wir an Land gegangen und haben uns den Hafen angesehen sowie natürlich an den mitgebrachten Lunch-Paketen gestärkt. Die Stärkung wurde für den Rückweg auch benötigt. Doch trotz des Gegenwindes von Stärke 4 -5 sind wir gut vorangekommen. Auf der Höhe von Langlütjen II ist uns Olaf mit seinem OC-1 entgegen gekommen, und gemeinsam sind wir dann zurück gepaddelt. Es war eine sehr schöne Tour, die ihren Abschluss im Piccalilli bei gemeinsamen Essen fand. 
 
Ein weiteres Highlight der diesjährigen Saison war dann unser einwöchiger Aufenthalt auf Norderney, den Bernd Dages organisiert  hat. Er hat für uns ein schönes Ferienhaus gemietet, von dem aus wir zum Hafen zu unserem Boot zu Fuß gehen konnten. Wir sind jeden Tag auf dem Wasser gewesen; hatten aber im Gegensatz zu Helgoland leider nicht das Glück unabhängig von Uhrzeit und Tide paddeln zu können. Es waren dennoch sehr schöne Touren. Eine davon führte uns sogar zur Nachbarinsel Juist. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Bernd, der die Touren und unseren Aufenthalt lange Zeit geplant hat.
Das Boot haben wir am ersten und letzten Tag von bzw. nach Neßmersiel gepaddelt. Auf der Hinfahrt habe ich ein Auto mit unserem Gepäck nach Norderney gefahren, und die Rückfahrt hat Bernd übernommen, so dass ich zurück paddeln konnte. Das Wetter an diesem Tag war wunderschön – im Gegensatz zu dem Wetter auf der Hintour; an diesem Tag war es sehr stürmisch, und die Überfahrt entsprechend anstrengend.
 
In unserer paddelfreien Zeit haben wir die Insel zu Fuß erkundet und uns die Zeit mit Geo-Cache vertrieben. Das hat natürlich viel Spaß gemacht. Die Stimmung wurde nur durch die zahlreichen sich nicht an Verkehrsregeln haltenden Fahrradfahrern getrübt.

Aber auch die schönste Zeit ist einmal vorbei und wir hatten  bereits den nächsten Höhepunkt in Sichtweite – unser jährliches Trainingslager auf Helgoland. 
 
Davor kam für Olaf, unserem Teamcaptain und Trainer, aber noch sein persönliches Highlight dieser Saison – die Teilnahme an der „La Porquerollaise“ in Toulon. Eine Regatta über 65 km rund um die Insel Porquerollaise im Mittelmeer. In diesem Boot waren Paddler aus Frankreich,  den Niederlanden, Schweden und Deutschland (Frankfurt und Bremerhaven), also eine internationale Besatzung. Während des Rennens wurden die Paddler gewechselt. Auf einem Begleitboot fahren die Paddler voraus, um an geeigneter Stelle ins Wasser zu springen und in den OC einzusteigen.  
 
Olaf hat bereits zum zweiten Mal an dieser Regatta teilgenommen und es war ganz sicherlich auch nicht das letzte Mal.
Anfang August sind wir dann zum sechsten Mal nach Helgoland gefahren. Marten hat hierzu einen sehr schönen Bericht verfasst,  auf dem ich hier verweisen möchte.
Von Helgoland zurückgekehrt, stand zum einem die von Bernd organisierte Leuchtturmfahrt zum Leuchtturm Hoheweg an und zum anderen die Vier-Seen-Tour in Bederkesa, die Andreas organisiert hat.
 
Die Vier-Seen-Tour findet jedes Jahr zum Seefest in Bad Bederkesa statt. Es wird auf dem Dahlemer See, Hahlemer See, Flögelner See und Bederkesaer See gepaddelt. Die ersten beiden Seen stehen unter Naturschutz und sind daher nur zum Seefest für das Paddeln  freigegeben. Es war eine schöne Tour, die sicherlich im nächsten Jahr wiederholt wird. Der OC-2 „Moana“ konnte nach dieser Tour noch eine Woche beim Wassersportverein Bederkesa liegen bleiben – an dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür – und wurde dann von Andreas und mir am Wochenende darauf nach Bremerhaven zurück gepaddelt.
Am ersten Septemberwochenende machten wir uns dann vom KVU zum Leuchtturm Hoheweg auf.
 
Das Wetter war morgens wirklich klasse, doch sollte es gegen Nachmittag ein Gewitter geben. Dies erinnerte mich an meine erste und letzte Leuchtturmtour, bei der wir auf  der Rückfahrt von Blitzen, Donnergrollen und Regen begleitet worden sind. Dementsprechend motiviert bin ich ins Boot gestiegen....
 
Die Paddelzeit  betrug sowohl für den Hin- und als auch für den Rückweg (insgesamt 64,5 km) drei Stunden inklusive mehrerer Pausen.  
 
Am Leuchtturm Hoheweg angekommen, haben wir den OC-6 an Land gezogen, uns mit unseren Lunchpaketen gestärkt und etwa 1 Stunde gewartet bis das Wasser so weit aufgelaufen war, dass wir zurück paddeln konnten
Wir  sind zunächst einmal um den Leuchtturm gepaddelt, und dann ging es zurück mit Donnergrollen und Regen, aber zum Glück ohne Blitze. Wir wurden unterwegs von einigen Containerschiffen überholt, denen wir herrliche Wellen zu verdanken hatten, so dass wir auch ein wenig surfen konnten und unseren Spaß hatten.
 
Als wir am Verein wieder angekommen sind, ging das Gewitter mit Regen richtig los. Wir sind froh gewesen, bereits an Land zu sein. Das Fazit dieser Tour war wieder einmal:
„Alles richtig gemacht!“
 
In diesem Sinne freuen wir uns auf eine tolle Saison 2012 mit hoffentlich interessanten, tollen Touren sowie einen richtigen Sommer und nicht ganz so viel Eis auf der Geeste für unser Wintertraining.

Sonja Ficke



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