Ein Besuch auf der grünen Insel

Am 28.5 ging es wieder los für 7 Malolos des Kanu-Verein Unterweser. Der Trailer wurde mit einem OC6 und OC1 beladen, das Reisegepäck im Bully verstaut und los ging die Fahrt zur nächsten Regatta. Das Ziel diesmal? Cork, in Irland.Am Samstag, 01.06, fand hier die alljährliche Regatta „Ocean to City“ statt.

Die Stimmung bei Abfahrt in Richtung Dünnkirchen (Frankreich) war gut. Die beiden Herren der Gruppe hatten sich als Fahrer zur Verfügung gestellt. Durch einige Staus (am nächsten Tag war Christ Himmelfahrt) und zwei Pausen, dauerte die Fahrt gute 10 Stunden. In Dünnkirchen angekommen, musste noch die Kaje gesucht werden, denn: Es ging mit der Fähre weiter. In 24 Stunden von Dünnkirchen in Frankreich nach Rosslare in Irland.

Ein Großteil des Teams kannte die Reise mittels Fähre schon, war man doch 2023 von Amsterdam nach Newcastle gefahren, um an „Monster the Loch“ am Loch Ness teilzunehmen.

Mit ca. 9 Stunden Verspätung (die Abfahrt hatte sich verzögert) kam das Team am Freitag, den 30.5., in Irland an. Von hier was waren es noch ca. 3 Stunden Fahrt bis man in der Nähe von Crosshaven, dass Domizil für die nächsten Tage erreichte.

Eine wunderschöne Villa, am Hang gelegen, toll ausgestattet und mit einem traumhaften Blick über die Bucht und auf den ältesten Segelclub der Welt.

Am 1. Tag wurde erstmal die Umgebung erkundet. Den Abschluss machte eine Fahrt nach Cork, wo in einem Pub, neben der Rennstrecke, eine Willkommensparty für die Ruder- und Paddelteams stattfand. Bei Guiness, Häppchen und irischer Livemusik war es ein schöner Beginn des Regatta Wochenendes. 

Dann war der Tag der Regatta da. Mitten in der City von Cork sollte ein Rundkurs auf dem Fluss gefahren werden. Die Windbedingungen erlaubten es leider nicht, dass das Rennen über einen Teil des Atlantiks ging.

Das Wetter war durchwachsen, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch. Das Team vor Ort war sehr nett und die Kran-Mannschaft half wo sie konnte, den OC6 sicher in den Fluss Lee zu befördern.

Nachmittags ging es dann los. Olaf Knoke startet im OC1 etwa 15 Minuten vor dem Rest des Teams im OC6.

Die Strecke selber war 20 KM lang und ging über 2 Runden, wobei insgesamt 3 Rechts-Wenden gefahren werden mussten. Für OCs nicht die beste Richtung für Kurven. Aber auch dies wurde erfolgreich gemeistert und größere Zusammenstöße mit den Ruderbooten vermieden.

Alles in allem war es ein schönes Rennen, wo sehr viele verschiedene Bootstypen anzutreffen waren: Drachenboote, Kajaks, Ruder-Einer, Ruder-Mannschaftsboote und traditionelle Ruderboote. Letztere werden nur die kleinen, schmalen Holzrudern fortbewegt. Das sah sehr anstrengend aus….

Der Abend klang in einem mexikanischen Restaurant aus, wo die Siegerehrung stattfand. Die Malolos konnten sich über einen Sonderpreis freuen: Boat of the Day.

Beim mitternächtlichen Pizzaessen wurde der Tag besprochen und Pläne für den Nächsten geschmiedet. Die Idee: raus auf den Atlantik.

 

Gesagt, getan: Am nächsten Tag wurde der OC6 fertig gemacht und nur wenige Meter vom Haus entfernt in die Bucht gesetzt. Es folgte eine ca. 2 stündige Tour über den Atlantik, die einfach nur schön war. Schöne Wellen um Surfen zu üben, tolle Klippenformationen und eine Wasserfarbe wie sie das Team sonst eher selten sieht: tiefes Blau-grau. Einige Fontänen ließen erahnen, dass, im dunklen Wasser verborgen, einige Meeresbewohner wie Delfine nicht weit sein konnten. Eine direkte Sichtung gab es leider nicht.

 

Die letzten 2 Tage war das Wetter etwas unbeständiger und das Team entschied sich, Tagesausflüge zu unternehmen.

Als erstes standen Galway und die Klippen von Mohair auf dem Programm. Hierbei wurde auch ein Zwischenstopp in Limerick gemacht.

Die Klippen von Mohair sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Aussicht auf den Atlantik ist phänomenal und die Klippen selber sind ebenfalls ein Naturschauspiel. Mit etwas Glück kann man hier auch seltene Vögel beobachten, welche in den Klippen nisten.

Am letzten Tag vor der Abreise wurde wieder das Auto bemüht. Es ging an einen „Geheimort“, eine kleine Bucht die wildverwachsen war und mit Klippen und Ruinen zum Erkunden einlud.

Hiernach ging es zur Besichtigung von Blarney Castle. Eine Burg  aus dem Mittelalter, umgeben von einem sehr schönen Botanischen Garten. Die Attraktion hier: Ein Kuss auf den Blarney Stone. Hierbei legt man sich auf den Rücken und hängt sich über den Rand des Burgturms (natürlich gesichert). Dann wird der Überhang, der Blarney Stone, geküsst. Der Weg auf den Turm war sehr spannend, es gab viel zu sehen und zu lernen über das Leben auf der Burg. Nach der Besteigung des Burgturms entschied sich das Team jedoch geschlossen, den Blarney Stone nicht zu küssen….

 

Am Mittwoch, den 4.6., ging es wieder nach Hause. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Team-Wanderung im Wald hinter dem Haus. Ein wunderschöner Wald, verwachsen mit Farnen und Efeu konnte bestaunt werden. Man erkennt, warum Irland die „grüne Insel“ genannt wird. Die Vegetation war immer wieder beeindruckend, egal wo man hinkam.

Die Rückfahrt nach Rosslare war sehr schön. Halt gemacht wurde in einer kleinen Küstenstadt, welche einen super Blick auf den vorgelagerten Leuchtturm bot. Zum Abschluss wurde in einem typischen irischen Pub eingekehrt, dem „Letzten Pub in Irland“. Hier wurden einige Stunden verbracht, da das Boarding für die Fähre erst um 1 Uhr nachts möglich war.

Die Rückfahrt mit der Fähre verlief entspannt. In den vorherigen Fahrten hatte der „rostige Seelenverkäufer“ (Zitat eines Mitreisenden), die Verspätung der Hinfahrt fast aufgeholt. Somit legte das Schiff, fast pünktlich, nach einer 24 Stunden Fahrt in Dünnkirchen an.

Die Rückfahrt nach Bremerhaven verlief diesmal ohne Stau und das Team erreichte die Heimat gegen 14:30 am Freitag. Das gemeinsame Abladen des Trailers und ein finales Bild vor dem Bulli, der so gute Dienste auf dieser Reise geliefert hatte, bildeten den Abschluss einer sehr schönen, ereignisreichen Fahrt nach Irland.

Ein Trip der, wie die Fahrt nach Schottland, als eine sehr schöne Reise in Erinnerung bleiben wird.